Gemeinsam Haltung zeigen: Auf dem Weg zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
Ein Beitrag von Moritz und Jonas, Klasse 12.
Das Evangelische Schulzentrum Muldental befindet sich derzeit im Prozess, dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beizutreten. Dieser von Pädagog*innen sowie Schüler*innen initiierte Prozess umfasst mehrere Stufen, wie das Erstellen von Umfragen, das Verbreiten der Ergebnisse oder das Verteilen von Plakaten.
Zur Vorbereitung eines Projekttages wurden in der Initiativgruppe von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ Konzepte für Workshops ausgearbeitet. Leitfragen wie „Welche Themen wollen wir behandeln?“ und „Wie machen wir das verständlich und ansprechend für Schüler*innen aller Altersstufen?" halfen dabei, eine Liste von Workshops zu erstellen, die jeweils von einem oder mehreren Pädagog*innen betreut wurden. Die Einwahl für diese Workshops fand daraufhin am 08.12.2025 ab 8:00 Uhr statt.
Am 16.12.2025 mündete diese Vorbereitung in einen Projekttag, in dem in verschiedenen Workshops über die unterschiedlichen Arten und Formen von Diskriminierung aufgeklärt und interaktiv gearbeitet wurde. Es gab zum Beispiel einen Workshop zu Subtext und Ironie, in dem anhand von Liedtexten erörtert wurde, welche Bedeutung das nicht Gesagte bzw. Implizierte haben kann. Dabei wurde auch gezeigt, wie dies genutzt werden kann, um Botschaften für Awareness zu verbreiten oder sich hinter der Sachebene zu verstecken, um im Subtext diskriminierende Inhalte zu vermitteln, ohne sie auf der Sachebene eindeutig zu benennen.
Es gab auch einen Workshop zur Barrierefreiheit der Schule, in dem praktisch analysiert wurde, wie barrierefrei das Schulgelände tatsächlich ist und wo eventuell noch Veränderungsbedarf besteht. Dies geschah durch das Erkunden des Schulgeländes, wobei man sich mithilfe von Augenbinden und ähnlichen Hilfsmitteln in die Lage von Personen mit Beeinträchtigungen versetzte. Der Projekttag selbst dauerte von 8:30 bis 14:00 Uhr und verlief nach normalem Unterricht bzw. Blockstunden.
Das Ziel der einzelnen Workshops war es, ein präsentables Projekt zu erstellen, das in einer Projektwoche im nächsten Jahr vorgestellt werden soll. Der Prozess von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ wird anschließend fortgeführt, mit einer finalen Wahl am Schulzentrum, bei der alle Mitglieder der Schulgemeinschaft stimmberechtigt sind und darüber entscheiden, ob wir dem Netzwerk beitreten.