Kurzkonzept

Die Grundschule des Evangelischen Schulzentrums Muldental orientiert sich an christlichen Werten und leistet einen Beitrag zur freiheitlich-demokratischen Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens. Dabei sind Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Kommunikations-, Konflikt- und Kritikfähigkeit, Nächstenliebe und Toleranz zentral.

Inklusion

Vielfalt wird nicht als Störfaktor, sondern als Chance für Lern- und Bildungsprozesse begriffen. Im gemeinsamen Unterricht wird jedes Kind, unabhängig von individuellen Lernbedürfnissen, Geschlecht, familiärem und wirtschaftlichem Status, ethnischem Hintergrund und religiöser oder weltanschaulicher Prägung, bestmöglich individuell gefördert und im eigenverantwortlichen Lernen unterstützt.

Lernen

Grundvoraussetzung für Leistungsfähigkeit und Selbstvertrauen ist das Gefühl der Geborgenheit, des Angenommenseins und der Mitmenschlichkeit. Den Kindern wird, unter dem Schutz der Erwachsenen, eine ihren Bedürfnissen angepasste Lernumgebung geboten. Diese ist geprägt durch feste Strukturen und Rhythmisierungen im Tagesablauf, Rituale sowie funktionelle Räume und ansprechend gestaltete Lernumgebungen.

Sowohl Schule als auch Hort nutzen möglichst freie Formen des Lernens und Arbeitens.

Freie Lernzeit

In der freien Lernzeit werden die Kernfächer der Grundschule Mathematik, Deutsch und Sachunterricht miteinander verknüpft, inhaltlich bearbeitet und die Kinder erhalten die Möglichkeit zu lernen, „...was sie wollen...“

Es werden dabei sowohl die lehrplanrelevanten Themen als auch situative Inhalte und Fragen aus der direkten Lebenswelt der Kinder bearbeitet.

Freies Spiel

Das freie Spiel bindet sich in das selbstständige Lernen über den Schultag verteilt ein und stützt die Entwicklung der Persönlichkeit der Kinder.

Pädagogengeleitetes Lernen

Durch Pädagog*innen angeleitet werden beispielsweise Inhalte und Begrifflichkeiten eingeführt, Wissen und Erarbeitungsmethoden strukturiert, gemeinsames Erarbeiten geübt, Techniken ausprobiert und individuelle Lerngespräche geführt.

Epochalunterricht

Im epochalen Lernen beschäftigen sich die Kinder über einen gewissen Zeitraum mit einem bestimmten, von den Pädagog*innen aufbereiteten Thema.

Angebote

Über den Tag verteilt wird ein breites Spektrum an Angeboten und Kursen unterbreitet. Diese finden in Kleingruppen statt, werden von Erwachsenen entsprechender Professionen gestaltet und bewegen sich dicht an den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder.

Werkstätten

Freie Werkstätten ergänzen nach Bedarf thematisch die künstlerischen, handwerklichen und musischen Fächer.

Projekte

Mehrmals im Jahr finden Projektwochen unter den thematischen Schwerpunkten Musik oder Kunst statt.

Außerschulisches Lernen

Das Lernen an Orten außerhalb der Schule bzw. von und mit Expert*innen unterschiedlichster Bereiche und Professionen bildet einen weiteren Baustein des umfassenden Lernens an der Grundschule.

Reisen

Fahrten bieten den Kindern die Möglichkeit, neue Erfahrungen fernab des Alltags und der Familie zu machen und in ihrer Persönlichkeit zu reifen. Deshalb verreisen die Kinder mindestens einmal jährlich gemeinsam mit ihrer Gruppe in Form einer einwöchigen Gruppenfahrt. Zudem findet auf Freiwilligkeit basierend ein jährliches Winterlager statt.

Organisation

Im Grundschulbereich lernen die Kinder in jahrgangsgemischten Lerngruppen („Stammgruppen“) der Klassenstufen eins bis vier. Diese Gruppenstruktur löst sich im Hortbereich vollständig auf.

Jedes Schuljahr beginnt mit zwei Stammgruppenwochen, in denen sich die einzelnen Stammgruppengefüge neu finden, Ausflüge unternehmen und verschiedene Lernformen erproben können.

Im Rahmen einer gebundenen Ganztagsschule mischen sich Phasen aktiven Arbeitens und Lernens mit erholsamen und bewegungsintensiven Pausen. Der Unterricht und die Angebote finden in 90-minütigen Unterrichtsblöcken statt.

Besonders in der wöchentlichen Andacht und den regelmäßigen Gottesdiensten erfahren die Kinder das Leben in der christlichen Gemeinschaft.

Im Laufe des Schuljahres finden verschiedene Veranstaltungen, Feste und Informationsabende statt. Diese, wie auch Schließzeiten, Klausur- und pädagogischen Tage sowie Projekte und Fahrten sind im ständig aktualisieren Jahresplan vermerkt.

In den Ferien wird eine ganztägige Hortbetreuung angeboten.

Lernentwicklung beobachten, dokumentieren und rückmelden

Die Leistungsermittlung soll die Lernbereitschaft fördern und die Verantwortung für das eigene Lernen stärken. Erst in zweiter Linie dient sie der Information der Eltern. Die Leistungsermittlung ist darüber hinaus Instrument zur Qualitätssicherung der pädagogischen Arbeit. Sachlich orientiert sie sich an den sächsischen Lehr- und Bildungsplänen.

Zensuren sind in dieser Hinsicht wenig aussagekräftig und genügen diesem Anspruch nicht. Stattdessen werden alternative Formen und Werkzeuge der Rückmeldung genutzt, um den Wissens- und Könnensstand der Kinder zu ermitteln und nächste Lernschritte aufzuzeigen.

Multiprofessionelles Team

Das vielschichtige Team setzt sich aus Grundschullehrkräften, Förderpädagog*innen, Erzieher*innen, Heilpädagog*innen und Therapeut*innen zusammen und wird ergänzt durch Referendar*innen, Schulbegleiter*innen, Freiwillige im sozialen Jahr sowie Praktikant*innen. Jede Stammgruppe wird neben der Lehrer*in von der Stammgruppenerzieher*in und einer Förderpädagog*in begleitet.

Schulentwicklung

Die pädagogische Arbeit in Schule und Hort müssen kontinuierlich analysiert, geprüft und weiterentwickelt werden.

Wesentlicher Leitfaden für die Schulentwicklung in Grundschule und Hort am Evangelischen Schulzentrum Muldental sind die sechs Qualitätsbereiche des Deutschen Schulpreises:

  • Leistung
  • Umgang mit Vielfalt
  • Unterrichtsqualität
  • Verantwortung
  • Schulleben
  • Schule als lernende Institution

Kooperation

Die Grundschule des Evangelischen Schulzentrums Muldental arbeitet eng mit den Eltern, den verschiedenen Gremien des Schulzentrums und des Trägervereins, den weiterführenden Schulen des Schulzentrums, festgelegten Kooperationskindergärten, der Evangelischen Schulstiftung Sachsen, den umliegenden Kirchgemeinden, Ausbildungsstätten, dem Grundschulverband und anderen Einrichtungen des Standortes Grimma zusammen.

So haben die Eltern die Möglichkeit in verschiedenen Gremien mitzuwirken - unter anderem im Klassenelternrat, Schulelternrat, als Mitglied im Trägerverein etc. Das regelmäßige Schulcafé gibt Gelegenheit für ein entspanntes Zusammenkommen. Zudem leisten die Eltern im Rahmen von Elternpflichtstunden einen Beitrag für den Schulalltag.

Zum derzeitigen Stand (Juni 2020) bestehen Kooperationsvereinbarungen mit der „Kindertagesstätte Vierjahreszeiten Threna“ und dem „Kinder-Lehm-Haus Bahren“.