Theaterstück „Hau ab!“ – Kinder stark machen und Handlungssicherheit vermitteln

Heute fand an unserer Grundschule die Aufführung des Theaterstücks „Hau ab!“ statt, das sich auf eindrückliche und zugleich kindgerechte Weise mit dem Thema Prävention sexueller Übergriffe beschäftigt.

In dem interaktiven Stück wurden verschiedene Alltagssituationen dargestellt, in denen Kinder potenziell unangenehme oder gefährdende Begegnungen erleben könnten – etwa wenn eine fremde Person nach dem Weg fragt oder ein Erwachsener unangemessene Nähe sucht, zum Beispiel mit der Aussage „Onkel Heinz will ein Küsschen für Kinokarten“. Die Kinder waren dabei aktiv in das Geschehen eingebunden und wurden immer wieder direkt in die Szenen einbezogen.

Gemeinsam mit den Schauspieler*innen erarbeiteten die Schüler*innen im Verlauf des Stücks fünf zentrale Schutzregeln, die ihnen helfen sollen, in solchen Situationen sicher zu handeln:

  1. 3 Armlängen Abstand halten
  2. laut „Hau ab!“ rufen
  3. „Nix wie weg!“ – wegrennen
  4. Hilfe holen
  5. sich einem Lieblingsmenschen anvertrauen

Durch die lebendige Darstellung und die aktive Beteiligung der Kinder gelang es, ein sehr sensibles Thema niedrigschwellig und zugleich nachhaltig zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich ausprobieren, Fragen stellen und Handlungsmöglichkeiten direkt erproben.

Das Stück war ein wichtiger Baustein in unserer Präventionsarbeit und ergänzt die vorherige Elternvorbereitung in sinnvoller Weise. Ziel ist es, Kinder zu stärken, ihnen Sicherheit zu geben und ihnen zu zeigen: Sie sind nicht allein – und sie dürfen und sollen sich Hilfe holen.

Ein unterstützendes Piktogramm mit den fünf Schutzregeln stellen wir hier ebenfalls zur Verfügung. Sie können es gern herunterladen und gemeinsam mit Ihren Kindern anschauen und besprechen – als kleine Hilfe, um das Gelernte im Alltag weiter zu festigen.

Unser besonderer Dank gilt Marlen Riedel für ihre engagierte und einfühlsame Arbeit. Mit großer fachlicher Kompetenz und viel Gespür für die Perspektive der Kinder ist es ihr gelungen, dieses wichtige Thema altersgerecht, verständlich und nachhaltig zu vermitteln.