Mottowoche der 12.Klasse

Ein Artikel von Jonas, 12. Klasse

Zum Ende einer jeden Schullaufbahn beginnt eine besonders stressige Phase: Vorprüfungen, Prüfungsvorbereitung und die x‑te kleine Note, die unbedingt noch vor Notenschluss geschrieben werden muss. Teil dieser Zeit sind aber auch Momente der Leichtigkeit – Abistreich, Chaostag und natürlich die Mottowoche. Diese fand in der 12. Klasse vom 16.03. bis 20.03. statt, mit folgenden Themen in dieser Reihenfolge: Rentner, Gala, Gender-Swap, erster Schultag und Kindheitshelden.

Der Rentnermontag, der vielleicht den inneren Zustand mancher ganz gut widerspiegelte, war geprägt von Rollatoren, gekrümmten Rücken und einem verbalen Dauerfeuer aus „Damals…“, „Die Jugend von heute…“ und einer Sammlung der stereotypischsten Altvornamen. Dazu kamen aufgemalte Falten, die nicht von allen als solche erkannt wurden – was zu der ein oder anderen Nachfrage führte, ob die denn wirklich echt seien. Ein kreativer Auftakt, dem ein deutlich eleganterer Tag folgen sollte.

Am Gala-Dienstag wurde es schick. Eine Art Generalprobe für den Abiball: Kleider in allen Farben, ordentliche Anzüge und das Motto „so edel wie möglich“. Damit endete Tag zwei – bevor am Mittwoch die Rollen getauscht wurden.

Der Gender-Swap-Mittwoch brachte alles hervor, was der Fundus hergab: witzige Perücken, ein Arsenal an Make-up, Rausche- und Schnurrbärte, Werkzeugkoffer und elegante Kleider, die die Jungs erstaunlich adrett aussehen ließen. Bei den Mädchen reichte das Spektrum vom „lokalen Drogendealer“ über Businessman bis hin zu Trucker oder Handwerker – deutlich vielfältiger als nur Kleid 1, 2 oder 3. Der nächste Tag war dann wieder einfacher umzusetzen.

Der Donnerstag stand unter dem Motto erster Schultag. Zuckertüten und alte Ranzen wurden ausgepackt. Manche beließen es bei der Tüte, andere gingen den Extra-Schritt und kamen im Outfit ihres tatsächlichen ersten Schultags – inklusive Beweisfoto – oder ließen sich die Haare passend stylen. Doch all das war nebensächlich gegenüber der wirklich wichtigen Frage: Wer hat die größte Zuckertüte? Das Thema Kindheit sollte sich auch am Freitag wiederfinden.

Der letzte Tag der Woche stand unter dem Motto Kindheitshelden. Figuren, die man als Abiturient vielleicht schon fast vergessen hatte, rückten wieder in den Mittelpunkt. Es gab Duos wie die „Go Wild“-Brüder, den kleinen Maulwurf im Doppelpack, Ninjas, Winx, Conni und Bibi Blocksberg. Mit diesen Kostümen endete die Mottowoche – und die Zwölftklässler kehrten mit ein paar neuen, witzigen Erinnerungen in ihren normalen Schulalltag zurück.